Montag, 26. August 2013

Morlins Geburt

Morlins Geburt

Über die Geburt von Morlin habe ich bisher ja kaum berichtet. Ich habe ehrlich gesagt nicht das Gefühl, dass der genaue Ablauf von großem Interesse sein könnte. Vermutlich war es ähnlich wie fast jede Erstgeburt - zum Glück weniger dramatisch als manche Erstgeburt. Um es kurz zusammen zu fassen: Die Wehen erstreckten sich über 48 Stunden, bis es richtig los ging... Nachts im 10-Minuten-Takt, tagsüber wieder abflachend zum Stundentakt. Auf dem Gymnastikball hocken, versuchen trotz der Aufregung etwas zu essen, baden, ein paar Geburtshaltungen ausprobieren, meditieren, massiert werden... Diese ersten 2 Tage der Geburt waren schön, und wie ich sie mir vorgestellt hatte... Dann um 2 Uhr nachts des 3. Tages Wehen alle 3 Minuten, auf ins Krankenhaus, endlich eine Weitung des Gebärmutterhalses....! Juch-heeeee.....!

Über 4 Stunden hinweg nur eine weitere Öffnung von bis zu einem Stand von 6 cm. Dann über die nächsten 4 Stunden Stillstand und Panik machende Hebammen und Ärztinnen. 2 Stunden um mich zu überzeugen, dass ein Wehentropf nötig ist, was ich eigentlich unbedingt vermeiden wollte, da ich wusste, dass es dann schwierig würde, ohne Schmerzmittel auszukommen, was bis dahin gut geklappt hatte. Tja... Tropf dran - Schmerzen richtig schlimm - Pressgefühl nicht mehr unterdrückbar - Verdickung des Gebärmutterhalses - Gefahr, dass er sich dadurch weiterhin nicht weiter öffnet - Schmerzmittel nötig.... Letztendlich hatte ich leider eine PDA, weil der Drang zu Pressen ohne diese einfach nicht aufhörte und ich zumindest einen Kaiserschnitt unbedingt vermeiden wollte. Aber nach weiteren 4 Stunden hatte sich dann der Gebärmutterhals tatsächlich geöffnet, die PDA konnte runtergefahren werden und ich tatsächlich Morlin am Ende doch selbst herauspressen....!

Und dieses Gefühl, das Bündelchen auf den Bauch gelegt zu bekommen, dann im Arm zu halten, dann an der Brust trinken zu sehen.....! Hach....! Das entschädigte mich dann natürlich für alles - auch dafür, dass es nicht ganz so romantisch abgelaufen war, wie ich gedacht hatte..... Die Visualisierung meines 'Vision-Boards' half mir immer wieder, untraumatisiert durch alle Erfahrungen hindurchzugleiten. Ich übte mich immer wieder darin mir zu sagen: Alles ist gut so wie es ist....! Vertraue - es bleibt Dir gerade nichts Anderes übrig...! Vertraue - lasse Dich nicht traumatisieren....! Alles ist gut....! Alles geschieht, wie es geschehen soll...! Und im Nachhinein WAR alles gut....!

Morlin Maeve Juno, 28.04.2013



Kommentare:

  1. Liebe Aine! Dein Geburtsbericht erinnert mich daran, wie es bei mir war. Die Geburt meiner Tochter musste eingeleitet werden, da ich einen Blasensprung hatte. Eine PDA verhalf mir nach einer schlaflosen Nacht zu etwas Schlaf und Entspannung, sodass sich der Muttermund innerhalb einer Stunde von halb auf voll öffnete. Dann durfte ich auch mein Kind mit eigener Kraft rausbegleiten. Und -hach- das kleine Zwergi hat gleich getrunken, das war dann Mutterglück pur. Vertrauen ist wirklich der beste Begleiter! Schön, dass es Euch gut geht. Alles Liebe, Martina :-)
    PS: Euer Plazenta-Ritual und der Baum sind eine wunderschöne Idee.

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  2. Endlich les ich mal etwas mehr dazu, mich hat das nämlich brennend interessiert ;)

    LG
    Karmi

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  3. Von Herzen danke. Anjee

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